Brand in der Johanneskirche

 

Die Johanneskirche ist wegen eines Brandschadens und der laufenden Planung von Reparaturen und Reinigung gesperrt.

Daher werden die Gottesdienste(inkl. Erntedank, Konfirmandenvorstellung und Reformation), Taufen, Krabbelgottesdienste,...  weiterhin - mindestens aber bis 11.11., möglicherweise auch noch länger - in der evangelischen Christuskirche in Welzenegg, Paul Gerhardt-Strasse 17, gefeiert.

Anfahrt zur Christuskirche > hier!

 

Der Gottesdienst in Gebärdensprache am 14. Oktober um 14 Uhr findet aber in verkürzter Form im Gemeindesaal der Johanneskirche statt.

 

Hintergrund

Am 15.9. vormittags wurde ein Brand in der Johanneskirche entdeckt. Mittlerweile wurde der Brandstifter gefasst. Das vermisste Altarkreuz wurde unbeschädigt aufgefunden.

Berichte in den Medien

- Kleine Zeitung | 30.9.

- ORF Kärnten | 21.9.

- ORF Kärnten | 16.9.

- Kronenzeitung | 16.9.

- Kronenzeitung | 15.9.


Unterstützung nach dem Kirchenbrand

Gegenwärtig deutet alles darauf hin, dass einige Dinge repariert, vor allem aber der gesamte Kirchenraum (vermutlich bis zur Decke) sowie die ganze Orgel zerlegt und umfassend vom Ruß gereinigt werden müssen. Über das genaue Ausmaß der Schäden und Verunreinigungen kann noch keine seriöse Angabe gemacht werden. Gutachten werden zurzeit erstellt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist noch nicht absehbar, in welcher Höhe die Versicherung für den Schaden aufkommen wird. Ab ca. 20.10. werden wir Näheres wissen…

Nähere Informationen zum tatsächlichen Finanzbedarf bekommen Sie dann hier auf der Homepage bzw. im Pfarramt (0463/511607).

Aus diesem Grund haben wir im aktuellen "Treffpunkt", welcher Ihnen dieser Tage zugestellt wird, dazu keine konkreteren Angaben gemacht. Mehr dazu im nächsten Treffpunkt, der vor Beginn des Advent ausgesandt wird.

Wir bitten schon vorab um Ihre Unterstützung!

Foto: Rainer Gottas


SELBSTVERSTÄNDLICH?


Gedanken von Pfarrer Lutz Lehmann:

SELBSTVERSTÄNDLICH steht da unsere Johanneskirche am Lendhafen.
SELBSTVERSTÄNDLICH bietet sie nicht nur Raum
für Gottesdienste, Taufen, Trauungen und Konzerte,
sondern steht, weil wir uns als OFFENE KIRCHE verstehen, auch für alle jene offen,
die einen Ort zur Einkehr, zum Nachdenken im Alltagsstress, zum Beten suchen.

In den letzten Tagen haben wir gemerkt, dass das alles nicht SELBSTVERSTÄNDLICH ist.
Wir hätten die Johanneskirche verlieren können,
weil jemand die Offenheit der Kirche missbraucht hat.

Der Schaden ist erheblich, aber begrenzt –
weil da Menschen waren, die das Schlimmste verhütet haben:
die, die den Brand gemeldet haben, und die Feuerwehr.
Die werden jetzt wahrscheinlich sagen: „Das ist doch SELBSTVERSTÄNDLICH“.
Aber das ist es nicht.

Es gibt genügend Menschen, die wegschauen und genügend Gegenden auf der Welt,
wo keine Feuerwehr so rasch zur Stelle ist, wenn überhaupt.
Es ist auch nicht SELBSTVERSTÄNDLICH, dass sich schon einige
aus unserer Gemeinde gemeldet haben, um ihre Hilfe anzubieten
und dass die Christuskirche in Welzenegg ihre Tore für uns geöffnet hat
und wir die nächsten Gottesdienste dort gemeinsam feiern können.
Noch weniger SELBSTVERSTÄNDLICH ist, dass sich so viele gemeldet haben,
um zu fragen, wie sie helfen können. Nicht nur Menschen aus unserer Gemeinde -
auch die bosnisch-muslimische Gemeinde hat uns ihre Hilfe und Unterstützung zugesichert.

Noch ist nicht klar, wie lange Reparatur und Reinigung der Johanneskirche dauern, wann sie wieder offen stehen wird und wie man jetzt und dann am besten dabei mitwirken kann.
Selbst Hand anlegen oder notwendige Spezialisten mit Spenden finanzieren?
Einen Sonntags-Shuttle-Dienst zur Christuskirche organisieren?
In Zukunft die eine oder andere Stunde unter der Woche
in der OFFENEN KIRCHE präsent sein – nicht nur, um auf sie aufzupassen,
sondern um hereinkommende Menschen willkommen zu heißen?

Vielleicht bringt uns die Feststellung,
dass die Johanneskirche nicht SELBSTVERSTÄNDLICH da ist, zu der Erkenntnis,
dass unsere kirchliche Gemeinschaft als solche nicht SELBSTVERSTÄNDLICH ist,
sondern dass sie davon lebt, dass Menschen über das SELBSTVERSTÄNDLICHE hinausgehen
und sich auf verschiedenste Art für sie einsetzen –
getragen von der Freude über den Gott, der alle Menschen liebt.
SELBSTVERSTÄNDLICH? Ganz gewiss nicht! Sondern Anlass zu Dankbarkeit und Mut.