„Das Leben ist ein Traum…“ - barocker Liederabend | 12.11., 19.00 Uhr


Werke von Barbara Strozzi zum 400. Geburtstag bis Joseph Haydn

Daniel Johannsen (Wien) – Tenor
Matthias Krampe (Wien) – Cembalo und Orgel

Das Konzert findet in Kooperation mit dem Amt für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche in Österreich im Rahmen der Reihe Musik am 12. statt.

Eintritt frei – Spende erbeten!


Der österreichische Tenor Daniel Johannsen, geboren 1978 in Wien, gehört zu den meistgefragten Evangelisten und Bach-Interpreten unserer Tage. Nach der Ausbildung zum Kirchenmusiker studierte er Gesang bei Margit Klaushofer und Robert Holl in Wien; er war Meisterschüler von Dietrich Fischer-Dieskau, Nicolai Gedda sowie Christa Ludwig und ist Preisträger des Bach-, Schumann-, Mozart-, Hilde-Zadek- und Wigmore-Hall-Wettbewerbs. Seit seinem Debüt 1998 führen ihn Auftritte als Konzert-, Lied- und Opernsänger mit Werken aller Epochen in die großen Musikzentren Europas, Nordamerikas, Japans und des Nahen Ostens. Neben seinen regelmäßigen Konzerten im Wiener Musikverein und in der Berliner Philharmonie gastiert er bei zahlreichen Festivals (Styriarte Graz, Rheingau-Musik-Festival, Israel Festival, La Folle Journée, internationale Bachfeste); er musizierte unter der Leitung namhafter Dirigenten wie etwa Sir Neville Marriner, Nikolaus Harnoncourt, Hans-Christoph Rademann und Philippe Herreweghe z. B. mit Israel Philharmonic, der Akademie für Alte Musik Berlin, den Wiener Philharmonikern oder der Staatskapelle Dresden. Eine besonders innige künstlerische Freundschaft verband ihn mit dem 2018 verstorbenen Enoch zu Guttenberg; Auftritte u. a. in der New Yorker Carnegie Hall, der Maison Symphonique de Montréal und im Großen Saal des Moskauer Tschaikowsky-Konservatoriums geben davon Zeugnis. Daniel Johannsen ist an einigen groß angelegten Bach-Kantatenprojekten beteiligt, besonders intensiv etwa bei der J.-S.-Bach-Stiftung St. Gallen (Rudolf Lutz). Auf der Bühne ist der lyrische Tenor, den Engagements etwa an das Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz, die Oper Leipzig, die Volksoper Wien, das Theater Bonn oder zu den Ludwigsburger Schlossfestspielen führten, mit Mozart-Partien, mit Werken des Barock, des 20. Jahrhunderts und der Moderne, aber auch in einigen Operettenrollen zu erleben. Liederabende mit der ganzen Bandbreite des deutschen Repertoires (aber auch mit englischen und französischen Kompositionen) bilden einen Schwerpunkt in der Tätigkeit des Sängers, der mit Pianisten wie Simon Bucher, Charles Spencer, Burkhard Kehring, Graham Johnson und Helmut Deutsch zusammenarbeitet. Als Solo-Alben liegen bislang Schumanns „Dichterliebe“, „Tenore & Traverso“ (Arien von J. S. Bach) sowie die kürzlich veröffentlichte CD „Lieder ohnegleichen. Franz Schubert“ (mit Christoph Hammer am historischen Graf-Flügel von 1826) vor. Darüber hinaus dokumentieren zahlreiche weitere (u. a. bei Carus, Sony, Deutsche Harmonia Mundi erschienene) Tonträger sowie Rundfunk- und Fernsehaufnahmen seine künstlerische Arbeit. 2019/20 – in der Beethoven-Jubiläums-Saison – stehen für den Sänger einige wichtige Saalpremièren an: gemeinsam mit dem Swedish Chamber Orchestra wird er als Jaquino in einer konzertanten Version des „Fidelio“ (an der Seite von Nina Stemme) in den Konzertsälen von Stockholm und Brüssel (BOZAR) sowie im Pariser Théatre des Champs-Élisées debütieren. Ebenfalls unter der Leitung von Thomas Dausgaard wird Daniel Johannsen mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra erstmals in den Glasgow City Halls auftreten. Konzerte führen ihn in den Wiener Musikverein, zu den „Resonanzen“ ins Wiener Konzerthaus, in die Hamburger Elbphilharmonie und (wie jedes Jahr seit 2011) zum Bachfest Leipzig.

Matthias Krampe, Jahrgang 1966, studierte Kirchenmusik mit A-Diplom in Frankfurt am Main in Deutschland, Orgel dort bei Edgar Krapp und Chorleitung bei Helmuth Rilling. Zusätzlich Studien in Klavierkammermusik und Liedbegleitung bei Rainer Hoffmann, Charles Spencer sowie Neuer Musik bei Bernhard Kontarsky. Matthias Krampe war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Im Anschluss an seine Studien in Frankfurt erhielt Matthias Krampe nach weiteren Studien an der Musikuniversität Wien Konzertdiplome im Fach Orgel bei Michael Radulescu und im Fach Cembalo bei Gordon Murray mit Auszeichnung. Matthias Krampe ist Preisträger beim Internationalen Paul-Hofhaimer-Wettbewerb für Alte Musik in Innsbruck sowie Träger des Würdigungspreises des österreichischen Kunstministeriums. Seit 1993 ist er Landeskantor und Orgelsachverständiger der Evangelischen Kirche in Österreich. Dazu Konzerttätigkeit als Organist, Dirigent und Kammermusiker. Konzertreisen in zahlreiche Länder Europas, Tätigkeit als Juror, Rundfunkproduktionen für den ORF, diverse CD-Produktionen, darunter eine Gesamteinspielung der Werke Johann Caspar Kerlls an der historischen Orgel von 1689 in St.Veit/Vogau.

Seit 2005 organisiert und verantwortet Matthias die von ihm initiierte der Konzertreihe „Musik am 12ten“ mit mehreren Uraufführungen, unter anderem der Kirchenoper „Unsichtbare Mächte – A Phantom Feast for Dietrich Bonhoeffer“ von Thomas Desi beim Carinthischen Sommer in Ossiach und Pier Damiano Perettis „Sprachfenster“ als Interpolationen zu Händels „Messiah“.

Matthias Krampe lehrt Liturgie und Musik an der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Wien und ist als Orgellehrer an der Johann-Sebastian-Bach-Musikschule in Wien tätig.