WAS BISHER GESCHAH

Äußerer Anlass für die Diskussion über eine kirchliche Trauung für alle ist ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs vom Dezember 2017. Darin befand das Richtergremium, die Beschränkung der zivilrechtlichen Ehe in Österreich auf gegengeschlechtliche Paare sei diskriminierend und daher verfassungswidrig. Da die Regierung sich nicht auf eine Anpassung der entsprechenden Gesetze einigen konnte, gibt es seit 1. Jänner 2019 die "Ehe für alle".

Dadurch ist die Diskussion, die seit den 90er-Jahren in den Evangelischen Kirchen in Österreich geführt wird, wieder aufgeflammt. 

Aktuell können sich homosexuelle Paare in der Evangelischen Kirche A.B. im seelsorgerlichen Rahmen segnen lassen. In der Evangelischen Kirche H.B. besteht seit 1999 die Möglichkeit zur Segnung im Gottesdienst.

In Deutschland hat jede Landeskirche ihre eigenen Bestimmungen getroffen. Das reicht von der völligen Gleichstellung homo- und heterosexueller Trauungen über Segnungen im öffentlichen Gottesdienst bishin zu nichtöffentlichen Segnungen.

 

WAS IST JETZT DRAN?

Die Synode (das "Kirchenparlament") der Evangelischen Kirche A.B. will am 9. März 2019 darüber entscheiden, ob in Österreich auch verschiedene Vorgangsweisen in Bezug auf Trauung/Segnung gleichgeschlechtlicher Paare möglich sein sollen oder eine einheitliche Regelung gefunden wird.

Der Theologische Ausschuss hat dazu eine Empfehlung abgeben. Vor deren Hintergrund wurde auf der Sitzung der Synode A.B. im Dezember der Beschluss gefasst, die Gemeinden aufzurufen, darüber Gespräche zu führen. Rückmeldungen sind bis 20.2. erbeten.

Zu diesem Thema gibt es in Kärnten einen Studiennachmittag mit Professor Ulrich Körtner.
Zeit: Freitag, 18.1., 15.00 bis 18.00 Uhr
Ort: Evang. Pfarrgemeinde Villach Nord, Adalbert Stifter-Str. 21, 9500 Villach

Auch die öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung der Johanneskirche wird einen Tagesordnungspunkt diesem Thema widmen.

Zeit: MI, 23.1.2019, 19.00 Uhr
Ort: Gemeindesaal, Martin Luther-Platz 1

Unsere Gemeinde hat diese Fragen bereits in früheren Jahren diskutiert und im Jahr 2015 dankbar die Auszeichnung einer A & O-Gemeinde angenommen.